Das Mittelalter hat ein neues Kapitel in slowenischer Geschichte gebracht. Der Feudalismus breitete sich aus und damit neue Religionszentren mit Klöstern – wichtige Kulturzentren, in denen sich das Schrifttum und erste Bibliotheken entwickelten. Neben den Klöstern sind auch Städte entstanden: Kranj (Krainburg) und Kamnik (Stein in Krain, 1228), Škofja Loka (Bischoflack) und Piran (1274), Novo mesto (Rudolfswert, 1365), Celje (Cilli, 1451), die zum Zentren des Gewerbe- und Handelsleben wurden. Im 12. und 13. Jahrhundert kamen bedeutende Feudalfamilien zur Geltung, die Habsburger Monarchie ist zur Herrin der slowenischen Länder geworden. Die Küstenland-Städte wurden ein Teil der Venezianischen Republik. Eine starke Konkurrenz für die Habsburger waren die Grafen von Cilli. Eine von ihren Einrichtungen, in der die Mönche für die ewige Ruhe der Grafen beten sollen, ist die Kartause Pleterje. Die Kartause steht noch, die Psalmen hallen noch immer zwischen ihren Gewölben, aber die Grafen von Cilli sind schon längst ausgestorben und deren Stammburg endete in Ruinen. Am Anfang des 15. Jahrhunderts begannen ins slowenische Gebiet die Türken einzufallen. Diese Zeit hinterließ bedeutende Spuren in der slowenischen Architektur, denn im ganzen Land sind Wehrbauten gegen die Türken entstanden. Den Kämpen mit Türken kamen Bauernaufstände hinzu. Etliche Denkmäler in ganz Slowenien erinnern an diese Aufstände. Am Ende des 15. Jahrhunderts, das den Untergang des Mittelalters bedeutete, war das slowenische Gebiet schon auf drei Länder aufgeteilt: Kärnten, Steiermark und Krain.






























