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Erstes Jugoslawien

Reiseführer- Slowenien, Geschichte Sloweniens

 Ins 20. Jh. sind die Slowenen als eine Nation getreten, die ihr eigenes Politik- und Kulturleben hatte, und Laibachs Stadtbild wurde immer slowenischer. Weil die Österreichische Regierung nicht bereit war, slowenische Länder (aus der Feudalzeit) aufzugeben, suchten die slowenischen Politiker neue Bündnispartner, zuerst waren das Kroaten. Als 1914 in Sarajevo unter Attentatschüssen der Thronfolger Franz Ferdinand fiel, begann der erste Weltkrieg. Slowenen waren schwer betroffen, weil die Kämpfe auf der Isonzo-Front mehr als 3 Jahre dauerten, slowenische Männer mussten aber auch auf anderen Schlachtfeldern kämpfen. Nach endgültigem Zerfall der österreichischen Monarchie in 1918 war ein neues Staat geboren, das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (auch SHS-Staat), später in Königreich Jugoslawien umbenannt. Slowenen fanden sich wieder in einem Vielvölkerstaat, das Habsburgerreich wurde für die serbische Karadžordževič-Dynastie umgetauscht. Kärnten wurde mit einer Volksabstimmung (1920) Österreich angeschlossen und Slowenisches Küstenland mit dem Rapallo-Vertrag dem Staat Italien. In 1919 ging ein uralter Traum in Erfüllung – erste slowenische Universität in Ljubljana, wobei in 1928 zum ersten Mal ein slowenisches Radioprogramm – ein Förderer des Nationalbewusstseins und eine starke kulturelle Waffe – gehört werden konnte. In 1938 war die höchste Wissenschaftsinstitution gegründet – Slowenische Akademie der Wissenschaften und Künste (Kzw. SAZU), die Dichtung gab starke und originelle Dichter und Schriftsteller, z.B. Ivan Pregelj, Prežihov Voranc, Vladimir Bartol, Oton Župančič, Srečko Kosovel und andere. Der weltberühmte Architekt Jože Plečnik kehrte zurück in die Heimat und überbaute die Hauptstadt Ljubljana. In Slowenien fand ein lebhaftes politisches und kulturelles Leben statt, Journalismus, Verlagswesen, Bergsteigen und Skifahren – slowenische Besonderheit – übten großen Reiz auf die slowenische Jugend aus. Slowenen waren die Pioniere des Skispringens, die Schanze in Planica wurde bereits in 1928 gebaut. Den Ruhm hat dem slowenischen Sport mit 3 Medaillen auf 3 Olympischen Spielen Leon Štukelj gebracht.

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